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Fußball Warm-up

Fußball Warm-up

Wieso Aufwärmen im Fußball?

Fußball ist eine beliebte Sportart, die viel Spaß macht, aber auch hohe Anforderungen an den Körper stellt. Um Verletzungen zu vermeiden und die Leistung zu steigern, ist ein richtiges Aufwärmen vor jedem Training und Spiel unerlässlich. Es gibt vielfältige Möglichkeiten sich im Fußball-Training aufzuwärmen. Ein mögliches Warm-up wäre das "Prevent Injury and Enhance Performance" Programm (PEP). Es wurde von Mandelbaum et al. (2005) entworfen und besteht aus verschiedenen Übungen, die Herz-Kreislauf-Aktivierung, Beweglichkeit, Stabilisierung, Plyometrie und Agilität erfordern. Das Programm wurde wissenschaftlich entwickelt und getestet, um die Häufigkeit von Kreuzbandverletzungen zu senken und die neuromuskuläre Kontrolle zu verbessern. Das sind zwei wichtige Faktoren für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von FußballspielerInnen.

Was beinhaltet PEP?

Das PEP Programm beginnt mit einem kurzen Lauf, um das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren und die Körpertemperatur zu erhöhen. Dabei werden verschiedene Laufarten wie Joggen, Pendellauf und Rückwärtslaufen durchgeführt. Anschließend folgen fünf Dehnübungen für die wichtigsten Muskelgruppen, die beim Fußball beansprucht werden. Dazu gehören die Waden, die Quadrizeps, die Oberschenkelrückseite, die Innenschenkel und die Hüftbeuger. Die Dehnübungen sollen die Beweglichkeit erhöhen und die Muskeln auf die Belastung vorbereiten.

Nach dem Dehnen kommen drei Kräftigungsübungen, welche vorrangig die Muskeln vorbereiten sollen. Die Übungen sind Ausfallschritte im Gehen, Nordic-Hamstring-Curl und Wadenheben einbeinig. Die Ausfallschritte trainieren die Beinmuskulatur und die Rumpfstabilität. Der Nordic-Hamstring-Curl ist eine effektive Übung, um die Oberschenkelrückseite zu kräftigen und das Verletzungsrisiko zu senken. Das Wadenheben einbeinig verbessert die Kraft und Balance der Wadenmuskulatur.

Der nächste Teil des PEP Programms besteht aus fünf plyometrischen Übungen, welche Sprungkraft, Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit generell erfordern. Die Übungen sind seitliche Sprünge, vorwärtssprünge, einbeinige Sprünge, Vertikalsprünge und Ausfallschritt-Sprünge. Die Sprünge sollen kurz und explosiv sein, um die Muskeln zu aktivieren und die Koordination zu schulen.

Der letzte Teil des PEP Programms ist ein weiterer Lauf, der vorrangig das Herz-Kreislauf-System und die Agilität adressiert. Dabei werden Pendellauf, Diagonallauf und Sprunglauf kombiniert, um die Richtungswechsel und die Beschleunigung zu verbessern.


Ausführliche Infos zum PEP findest du im Originalartikel auf meinem Blog Fitness Einfach Erklärt unter Richtiges Aufwärmen Fußball

Literatur

Mandelbaum, B. R., Silvers, H. J., Watanabe, D. S., Knarr, J. F., Thomas, S. D., Griffin, L. Y., … & Garrett Jr, W. (2005). Effectiveness of a neuromuscular and proprioceptive training program in preventing anterior cruciate ligament injuries in female athletes: 2-year follow-up. The American journal of sports medicine, 33(7), 1003-1010.

Sport nach Corona

Sport nach Corona

Was ist COVID-19?

COVID-19 ist eine Krankheit, die durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht wird und seit Ende 2019 die Welt beschäftigt. Die Symptome können von mild bis schwer reichen und können auch nach der Genesung anhalten. Das Virus wird hauptsächlich über die Atemwege übertragen und kann auch andere Organe befallen (1).

Sport nach Corona?

COVID-19 kann auch Auswirkungen auf körperliche Aktivität haben und es ist ungewiss, ob sportliche Aktivitäten nach der Genesung sicher wieder aufgenommen werden können. Athleten sollten nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 eine medizinische Bewertung durchlaufen, bevor sie in den Wettkampfsport zurückkehren. Die Entscheidung über die Rückkehr zum Sport sollte individuell angepasst werden, abhängig von Symptomen, zusätzlichen Befunden in anderen Organsystemen, dem individuellen Verlauf und/oder der Invasivität der Therapie oder Medikamente (2).


Wie sollte die Aufnahme von sportlicher Aktivität erfolgen?

Je nachdem, ob und welche Symptome während der Krankheit vorhanden sind, sollte die Sportpause unterschiedlich lange ausfallen (2):

  • Symptome? Nein: keine intensiven Belastungen für 2 Wochen (z. B. Puls nicht über 70 % der maximalen Herzfrequenz)
  • Symptome? Ja: Wenn keine Lungenentzündung, dann trotzdem keine sportliche Belastung für 2 - 4 Wochen (je nach Verlauf)
  • Symptome? Ja: Wenn Lungenentzündung, dann keine sportliche Belastung für min. 4 Wochen
  • Myokarditis? Ja: keine sportliche Belastung für min. 3 Monate

Ausführliche Infos zu Sport nach Corona findest du im Originalartikel auf meinem Blog Fitness Einfach Erklärt unter Sport nach Corona

Literatur

(1) Muralidar S, Ambi SV, Sekaran S, Krishnan UM. The emergence of COVID-19 as a global pandemic: Understanding the epidemiology, immune response and potential therapeutic targets of SARS-CoV-2. Elsevier B.V.; 2020. p. 85-100.

(2) Nieß, A. M., Bloch, W., Friedmann-Bette, B., Grim, C., Halle, M., Hirschmüller, A., … & Mayer, F. (2020). Position stand: return to sport in the current coronavirus pandemic. Dtsch Z Sportmed, 71, E1-4.

Warm-up

Warm-up

Wieso sollte man sich eigentlich vor dem Haupttrainingsteil aufwärmen? Und wie könnte man sich denn adäquat aufwärmen?

Erst einmal kann ein Warm-up ganz unterschiedlich aufgebaut sein. Typisch ist allerdings, dass sich die Intensität im Laufe des Warm-ups steigert. Macht auch Sinn, denn aus der Kalten zu sprinten ist möglicherweise, aus verletzungsprophylaktischer Sicht, nicht ganz so optimal. ;) Ein Aufwärm-programm verfolgt generell folgende Ziele:

Steigerung der Körpertemperatur

  • Steigerung Beweglichkeit
  • Schnellere Nervenimpulse
  • Effizienterer Sauerstofftransport

Erhöhte Produktion von Gelenkflüssigkeit

  • Erhöhte Geschmeidigkeit

Aktivierung von Muskulatur

  • Bessere Stabilisierung von Gelenken
  • Gesteigerte Kraftproduktion

Warm-up Beispiel


Das Aufwärmprogramm kann nachfolgende Bereiche beinhalten, die man in der angegebenen Reihenfolge nacheinander absolvieren kann:

  • Mobilisierung
  • Stabilisierung
  • HKL-Aktivierung

Für die Mobilisierung (vorwiegend) kann man folgendes machen:

  • Fußkreisen im Einbeinstand (links, rechts)
  • Oberschenkelkreisen im Einbeinstand (links, rechts)
  • Hüftkreisen
  • Seitbeuge
  • Kreisen von Schultern, Armen, Ellenbogen, Händen
  • Drehung der Arme für Rotatorenmanschette

Die Stabilisierung (vorwiegend) kann beispielweise beinhalten:

  • 2 x Handwalk: Stand zu Liegestütz zu Stand
  • 10 – 15 m Beinvorschwung abwechselnd, dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Ausfallschritte mit Drehung, dann zum Start gehen
  • 1 x Handwalk: Stand zu Liegestütz zu Planke (15 – 20 s) zu Liegestütz zu Stand
  • 10 – 15 m Side Shuffle, dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Carioca, dann zum Start gehen

HKL-Aktivierung (vorwiegend) besteht zum Beispiel aus:

  • 10 – 15 m Kniehebelauf (70 %), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Anfersen (locker), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Hopserlauf (70 %), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Kniehebelauf (80 %), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Anfersen (locker), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Hopserlauf (80 %), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Kniehebelauf (90 %), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Anfersen (locker), dann zum Start gehen
  • 10 – 15 m Hopserlauf (90 %), dann zum Start gehen

 

Du kannst den kompletten Artikel zum "Warm-up" kostenlos auf meinem Blog lesen. Klick dazu einfach auf den Link: Warm-up

Weiterführende Literatur


Zu finden im Original-Artikel unter Warm-up

Krafttraining zu Hause (Beginner)

Trainingsplan: Krafttraining zu Hause

Du brauchst für das Krafttraining zu Hause einen Trainingsplan, hast aber noch nie Widerstandstraining gemacht oder hast längere Zeit nicht mehr trainiert, dann findest du hier einen Trainingsplan für Beginner. Solltest du schon weiter fortgeschritten sein, dann wird dich der Plan, wahrscheinlich nicht mehr so fordern.

Bevor du mit dem Training beginnst, solltest du deine Sporttauglichkeit ärztlich überprüfen lassen. Dafür gehst du zu deinem Hausarzt, der dich dann wahrscheinlich auch zu einem spezialisierten Arzt (z. B. Kardiologe und/oder Sportarzt) weiterleitet.

Zu Beginn des Trainings solltest dich natürlich adäquat aufwärmen. Wie du dich erwärmen kannst erfährst du im Beitrag Warm-up. Zum Abschluss des Trainings kann ein Cool-down sinnvoll sein, um deinen Körper dabei zu unterstützen sich wieder zu beruhigen.

Im Folgenden siehst du die ersten beiden Wochen aus einem möglichen Trainingsplan für Beginner. Das Training ab Woche 3 ist natürlich auch kostenlos und unverbindlich im Originalbeitrag auf meinem Blog Fitness Einfach Erklärt verfügbar. Dazu einfach nur auf den nachstehenden Link klicken und den gesamten Beitrag lesen: Krafttraining zu Hause Trainingsplan | Beginner Das folgende Training kann sehr nützlich sein. Da es aber nicht auf Grundlage deiner, mitunter besonderen, Bedürfnisse erstellt wurde, wird es eventuell nicht den individuellen Gegebenheiten deines Körpers gerecht.

 

Krafttraining zu Hause Trainingsplan

 

Welches Equipment wird benötigt?

 

Krafttraining zu Hause Trainingsplan Woche 1 & 2

In den Wochen 1 & 2 trainiest du zweimal pro Woche. Die beiden Trainingstage sollten relativ gleichmäßig über die Woche verteilt sein. Zum Beispiel könntest du montags und donnerstags trainieren. Du siehst im Folgenden zwei unterschiedliche Trainingstage, die du immer abwechselst. Das heißt, Montag wäre dein "Trainingstag 1" und Donnerstag wäre dein "Trainingstag 2". Je nach Verträglichkeit und individuellem Leistungsstand absolvierst du 2 bis 3 Sätze pro Übung. Solltest du länger als 3 bis 6 Monate kein Krafttraining durchgeführt haben, so kann es sinnvoll sein erst einmal mit 2 Sätzen zu beginnen. Unter den Trainingsplänen findest du noch wichtige Hinweise zur Durchführung des Trainings. Viel Spaß! :)

 

Trainingstag 1

Übung

Sätze/Wiederholungen

Pause

Goblet-Squat mit Band

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Gesäßbrücke

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Liegestütze

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Rudern mit Band im Langsitz

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Schulterdrücken mit Band im Sitzen

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Crunches

2-3/svwm-3

1:30 min (2 min)

Außenrotation mit Band

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

 

Trainingstag 2

Übung

Sätze/Wiederholungen

Pause

Ausfallschritte (erst eine Seite vorne, dann die andere)

2-3/10 – 12 bzw. svwm-3

1:30 min (2 min)

Vorgebeugtes Rudern mit Band

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Brustpresse (Band am Stuhl)

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Seitheben mit Band

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Beinheben im Vierfüßlerstand

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)

Crunches-diagonal

2-3/svwm-3

1:30 min (2 min)

Außenrotation mit Band

2-3/10 – 12

1:30 min (2 min)



Weiterführende Literatur


Zu finden im Original-Artikel unter Krafttraining zu Hause Trainingsplan | Beginner

Faszientraining

Faszientraining - Was ist das und wie wird's gemacht?

Wie geht man beim Faszientraining eigentlich mit so einer Faszienrolle um und was soll das Gerolle überhaupt bringen!?

Eine Faszienrolle ist eine Schaumstoffrolle, die Du in verschiedenen Größen und Härtegraden kaufen kannst [Junker & Stöggl, 2015]. Auch in vielen Fitnessstudios sind solche Rollen gang und gäbe [Healey eta al., 2013]. Die Technik des Foam-Rollings kann als eine Form der Massage betrachet werden. Beim Faszientraining wird das eigene Körpergewicht genutzt, um mit Hilfe der Faszienrolle Druck auf die Weichteile (Muskeln, Bindegewebe etc.) auszuüben. Dabei legt der Roller den Druck direkt auf das Weichgewebe oder wird darüber gewälzt. Die Weichteile werden beim Foam-Rolling aber auch durch Dehnung und Reibung bearbeitet [Pearcey et al., 2015].

Die Faszienrolle wird üblicherweise beim Warm up [Peacock et al., 2015; Healey et al., 2013] oder als Mittel zur Regeneration nach dem Training angewendet [Peacock et al., 2015; MacDonald et al., 2014; Healey et al., 2013]. Es wird angenommen, dass das Faszientraining folgende Effekte haben kann:

  • Korrektur von muskulären Ungleichgewichten [MacDonald et al., 2014]
  • Milderung von Symptomen von Muskelkater [MacDonald et al., 2014]
  • Reduzierung von Gelenkbelastungen [MacDonald et al., 2014]
  • Verbesserung der neuromuskulären Leistungsfähigkeit [Peacock et al., 2015; MacDonald et al., 2014]
  • Vergrößerung des Bewegungsumfangs (Range of Motion - ROM) [MacDonald et al., 2014; Mohr et al, 2014]
  • Steigerung des Blutflusses [Peacock et al., 2015; Mohr et al, 2014]
  • Reduzierung von Narben in den Faszien [Mohr et al, 2014; Healey et al., 2013]

Aus wissenschaftlicher Sicht ist es wichtig zu zu erwähnen, dass einige Effekte zwar angenommen und stark verfochten werden, aber bis jetzt noch nicht hinreichend belegt sind [Junker & Stöggl, 2015; MacDonald et al., 2014]. Du kannst den kompletten Artikel zum "Faszientraining" kostenlos auf meinem Blog lesen. Klick dazu einfach auf den Link: Faszientraining mit Faszienrolle


Beispiel: Faszientraining zur Verbesserung der Gewebequalität

Für etwa 30 Sekunden in einem relativ langsamen und gleichmäßigem Tempo über die gewünschte Körperpartie rollen. Beispielsweise könnte das Faszientraining folgendermaßen aussehen:

  • Waden mit Triggerpunkt-Ball
  • Hamstrings mit Foam Roller
  • Quadrizpes mit Foam Roller
  • Gesäßmuskeln mit Triggerpunkt-Ball
  • Brustwirbelsäule mit Duoball

[Joyce & Lewindon, 2016]


Literatur

Healey, K. C., Hatfield, D. L., Blanpied, P., Dorfman, L. R. & Riebe, D. (2013). The effects of myofascial release with foam rolling on performance. Journal of strength and conditioning research. Vol. 28. No. 1. pp. 61 - 68.

Joyce, D. & Lewindon, D. (Hrsg.) (2016). Athletiktraining für sportliche Höchstleistung. Riva Verlag. München.

Junker, D. H. & Stöggl, T. L. (2015). The foam roll as a tool to improve hamstring flexibility. Journal of strength and conditioning research. Vol. 29. No. 12. pp. 3480 - 3485.

MacDonald, G. Z., Button, D. C., Drinkwater E. J. & Behm, D. G. (2014). Foam rolling as a recovery tool after an intense bout of physical activity. Medicine & Science in Sports & Exercise. Vol. 46. No. 1. pp. 131 - 142.

Mohr, A. R., Long, B. C. & Goad C. L. (2014). Effect of foam rolling and static stretching on passive hip-flexion range of motion. Journal of sport rehabilitation. Vol. 23. pp. 296 - 299.

Peacock, C. A., Krein, D. D., Antonio, J., Sanders, G. J., Silver, T. A. & Colas, M. (2015). Comparing acute bouts of sagittal plane progression foam rolling vs. frontal plane progression foam rolling. Journal of strength and conditioning research. Vol. 29. No. 8. pp. 2310 - 2315.

Pearcey, G. E., C., Bradburry-Squires, D., J., Kawamoto, J.-E., Drinkwater, E. J., Behm, D. G. & Button, D. C. (2015). Foam rolling for delayed-onset of muscle soreness and recovery of dynamic performance measures. Journal of atheltic training. Vol. 50, No. 1. pp. 5 - 13.

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